TradingWoche KW36 – Dividendenaktien

Liebe Leserin, lieber Leser,

schaut man sich die Statistiken an, dann ist der September der schwächste Monat des Jahres. Das ist allerdings noch kein Grund, um Aktien-Positionen abzustoßen. Obwohl der deutsche Aktienmarkt saisonal geprägt ist, gibt es keine Garantien sondern nur Neigungen. Die saisonalen Verlaufsmuster sind schließlich nichts anderes als Durchschnittswerte über einen langen Zeitraum.
Im Verlauf von saisonalen Untersuchungen glaube ich ein weiteres Muster erkannt zu haben. Meine These lautet: Ein besonders starkes erstes Halbjahr im DAX erschöpft oft das zweite Halbjahr. In einen Feldversuch konnte ich nur eine 50-prozentige Chance herausarbeiten, dass nach einem starken ersten Halbjahr (Ende Juni) der Kurs am Jahresende höher stand.

Grandiose Trades wünscht dir, Christian Lukas

 

Wichtige Märkte im charttechnischen Überblick

Kurzfr. Trend Widerstand Unterstützung
DAX long 12.800 Pkt. 11.600 Pkt.
S&P 500 long 2.945Pkt. 2.820 Pkt.
Gold (in USD) long 1.600 USD 1.490 USD
EUR/USD flat 1,1300 USD 1,0900 USD

 

 

 

DAX: Die Kursstärke kommt zurück

Die Verlaufsmuster des DAX präsentieren im August ein umgedrehtes S-K-S-Muster. Das sollte man als ein starkes bullishes Muster deuten, welches in den nächsten Monaten den DAX vor tieferen Kursen schützen müsste.

Bild: Tages-Chart des DAX mit Advance-Decline-Line

 

Der DAX bereitet sich für steigende Kurse vor

Üblicherweise ist der September ein schwacher DAX-Monat. In diesem Jahr scheint das saisonale Tief vorgezogen im August gewesen zu sein. Wenn die Annahme richtig ist, dann hat der August den Part des Septembers übernommen.
Inzwischen ist der DAX in seiner alten Konsolidierungszone zwischen 11.800 und 12.500 Pkt. wieder angekommen. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um langfristig neue Höchstkurse zu erreichen. Das nächste Kursziel beträgt 12.500 Punkte. Es ist der obere markante Widerstand und er hat den deutschen Index mehrfach schon abprallen lassen. Wir können trotzdem davon ausgehen, dass beim nächsten Durchbruchversuch die Chance besser aussieht als zuvor. Je häufiger ein Widerstand berührt wird, desto schwächer wird er.

Die Advance-Decline-Line (ADL) ist ein Marktbreite-Indikator und er bestätigt, dass die Mehrzahl der DAX-Aktien sich im Anstieg befindet. Die ADL hat sogar im Vergleich zum DAX schon ein neues Jahreshoch erreicht. Man muss es als Bestätigung sehen, dass der DAX in der Augustmitte ein belastbares Tief gefunden hat.

Mein Fazit:

Der DAX scheint für 2019, das Schlimmste hinter sich gebracht zu haben. Ob die bullishen Vorzeichen für neue Allzeithochs ausreichen, lässt sich momentan nicht erahnen. Solange sich aber der Kurs über 11.800 Punkte befindet, sollten Short-Positionen vermieden werden. Alles was der DAX in der grau-markiertem Zone in den nächsten Wochen oder Monaten noch so treibt, ist nichts anderes, als eine Vorbereitung für die nächste Aufwärtswelle.

 

 

Börsianer gegen Misstrauen gegenüber höheren Kursen

Hier sind die neuesten Umfragedaten aus Frankfurt für den DAX:

Eine Erläuterung, was es mit der Börsenstimmung auf sich hat und wie die Zahlen grundsätzlich zu interpretieren sind, finden Sie hier…

 

Nachdem sich der DAX ein wenig erholen konnte, erhöhten die professionellen Marktteilnehmer sofort ihre Short-Positionen. Mit einen Anstieg von 7% hat das Bärenlager stark zugenommen. Offensichtlich gehen die Profis davon aus, dass der DAX nicht bereit ist eine stärkere bullishe Kurswelle aufzubauen.

Die privaten Marktteilnehmer zeigen sich neutral eingestellt, denn die Umfragedaten sind weitgehend unverändert. Die ausgeglichenen Zahlenwerte deuten auf Neutralität hin.

Fazit: Das neue bullishe DAX-Kursmuster hätte die Marktteilnehmer zu neuen Long-Positionen ermuntern sollen. Die Profis wetten aber mit neuen Short-Positionen gegen höhere DAX-Kurse. So ergibt sich eine interessante Ausgangssituation, denn sollte der DAX weiter ansteigen, werden die Profis überrascht. Vermutlich würden die Profis mit zusätzlichen Long-Positionen den DAX-Anstieg beschleunigen.

 

 

 

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Video-Tipp

Insider-Handel: So kannst Du profitieren!

Wenn unternehmensnahe Personen Informationen illegal ausnutzen, um sich damit an der Börse Vorteile zu verschaffen, dann spricht man vom Insider-Handel. Eine andere Variante betrifft Director`s Dealings. Hierbei melden die entsprechenden Personen ihre Transaktionen an und informieren damit die Öffentlichkeit über ihre Käufe und Verkäufe. Das Video bietet einen Überblick, wie man als Trader bestimmte Insider-Transaktionen deuten kann.

Hier geht´s zum Video.

https://www.youtube.com/watch?v=147eqDUu-5o

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Chance der Woche:US-Dividenden-Aktien

Eine Aktienanlage ist in zweierlei Hinsicht finanziell interessant. Bei einem wettbewerbsstarken Unternehmen sollten sich mit dem Gewinnwachstum auch höhere Kurswerte ergeben. Der Wertzuwachs kann über einen längeren Zeitraum sogar mehrere 100% betragen. Und dann gibt es noch den nicht zu unterschätzenden Nebeneffekt von Ausschüttungen. Bei solchen Dividenden bekommt jeder Aktionär seinen Anteil.

Die meisten kurzfristigen Trader unterschätzen die Wirkung von Dividendenausschüttungen. Nehmen wir an, eine Aktie kostet 100 Euro. Wenn das Unternehmen eine Dividende von drei Euro pro Aktie ausschüttet, dann beträgt die Rendite 3%. Das klingt für einige Börsianer nicht spannend. Aber: Wenn ein langfristiger Anleger die Aktie für zehn Euro zu einem frühen Zeitpunkt eingekauft hätte, dann könnte er sich auf Basis seines Einstandskurses über eine 30%-Rendite freuen. So eine erstaunliche Rendite gibt es jedes Jahr als Belohnung für seine Treue.

Dividenden bieten manchmal einen weiteren Vorteil. Viele Aktienkurse schwanken in Abhängigkeit zur Konjunktur. Sobald der Aktienkurs fällt, gibt es Wertverluste. Bei einem soliden Dividenden-Unternehmen erhält der Aktionär unabhängig vom Aktienkurs seine Ausschüttungen. Es sind sichere Einnahmen, mit denen eine praxisnahe Finanzplanung möglich ist.

 

Die IBM-Aktie bietet eine Dividendenrendite von ca. 4,7%

Bild: Wochen-Chart der IBM-Aktie [in Deutschland mit WKN: 851399]

Seit mehreren Jahren bewegt sich die IBM-Aktie in einem volatilen Seitwärtsmarkt. Die Abgrenzung ist nicht scharf und es lässt sich deshalb nur ein Kursbereich zwischen 120 und 165 US-Dollar definieren. In dieser Zone kann sich der Kurs frei bewegen, ohne dass es zu einem kurstechnischen Befreiungsschlag kommen könnte. Zurzeit baut sich neues Aufwärtsmomentum auf, so dass der Kurs in den kommenden vier Wochen neues Aufwärtspotenzial erhält.

 

Die Chevron-Aktie bietet eine Dividendenrendite von ca. 4,0%

Bild: Wochen-Chart der Chevron-Aktie [in Deutschland mit WKN: 852552]

Seit ca. vier Jahren bewegt sich die Chevron-Aktie in einem Seitwärtsmarkt zwischen 100 und 127 US-Dollar. Interessant ist dabei, dass sich die Kursmuster immer weiter in höheren Kursregionen geschoben haben. Bereits fünf Mal wurde der Widerstand bei 127 US-Dollar getestet. Er ist nun bereit im nächsten Schritt durchbrochen zu werden. Daraus ergibt sich eine interessante Ausgangssituation. Die Stochastik zeitgleich einen aufkommenden bullishen Marktschwung. Das nächste Kursziel liegt bei 135 US-Dollar und es sollte noch in diesem Jahr erreicht werden.

 

Die Verizon-Aktie bietet eine Dividendenrendite von ca. 4,2%

Bild: Wochen-Chart der Verizon-Aktie [in Deutschland mit WKN: 868402]

Kurstechnisch bietet die Verizon-Aktie die besten Aussichten für steigende Kurse. Im Chart ist ein Kursdreieck eingezeichnet, welches den nötigen Kursschub verspricht. Im ersten Schritt sollte ein Kursziel von 65 US-Dollar möglich sein. Wann genau der Ausbruch erfolgt, zeichnet sich noch nicht ab, denn innerhalb des eingezeichneten Dreiecks gibt es noch ein wenig Platz, so dass der Pendelbereich des Kurses weiter verengt werden könnte. Wer nun eine Position mit der Aktie eröffnen möchte, der kann von der Dreiecksformation profitieren. Nach oben kann der Kurs jederzeit ausbrechen und im Fall eines Verlust-Trades kann bei 54 US-Dollar ein naher Stopp gesetzt werden. Die Ausgangssituation bietet daher ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis.

 

Fazit: Eine gute Aktienanlage enthält immer auch Dividendentitel. Sie sollten so ausgewählt werden, dass sie als Diversifikation langfristig im Depot verbleiben können. Dividendenaktien darf man als das Fundament des Aktiendepots sehen. Die drei besprochenen Aktien bieten zurzeit die höchste Rendite innerhalb des Dow Jones Industrial-Index. Sie stehen deshalb im Fokus der Investoren.

 

 

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