Mein erster Kontakt mit der Börse hatte ich im Alter von 16 Jahren. Natürlich konnte ich erst mit 18 ein eigenes Depot eröffnen, aber schon damals kristallisierte sich bei mir das Verlangen, dass ich mein Geld lieber mit Köpfchen, als mit körperlicher Arbeit verdienen wollte. Diese Neugier und dieser Reiz der Börse hält bis heute an.

Ich studierte Volkswirtschaftslehre und habe den Bachelor of Science in diesem Studiengang erlangt. Dennoch sah ich VWL eher als Zweitstudium. Die Börse wurde mein Erststudium. Leider bekommt man dafür keine BAföG Förderung.  🙂

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Aller Anfang ist schwer

Direkt als ich 18 wurde eröffnete ich mein erstes Depot. Natürlich dachte ich mir, dass ich genug weiß, und habe einfach losgelegt. Das sah in Dokumentationen oder in Youtube-Videos ja auch super einfach aus. „Was die können, kann ich schon lange“, dachte ich mir. So dauerte es auch nicht lange, bis ich meine erste Kontopleite hinlegte.  🙁

Ich begann, nach der ersten Enttäuschung, mich intensiver mit dem Thema der Börsen-Analyse zu beschäftigen. Zunächst fing ich an, die Technische Analyse zu studieren. Also volle Konzentration auf Widerstände, Trendlinien, Schulter-Kopf-Schulter und alles was dazugehört.

Ich tradete eine ganze Weile nur mit Hilfe der Technischen Analyse. Ich zeichnete Trendlinien und benutzte Unmengen an Indikatoren. Ich verlor zwar nicht mehr so viel Geld, aber zufriedenstellend war das auch nicht. Mich beschlich das Gefühl, dass ich kein vollständiges System besaß.

Tiefe Erkenntnis mit Hilfe der Markttechnik 

Die “Markttechnik” hat mir einen komplett neuen Blick auf die Märkte gegeben. Hierbei geht es in erster Linie um die mathematische bzw. statistische Erkennung von Signalen. Während der typische Charttechniker seine subjektiven Meinung bei der Handelsentscheidung einfließen lässt, ist die Markttechnik objektiv und mathematisch überlegen.

Es hat mich Trends erkennen lassen, die anders waren, als die Trends der Technischen Analyse. Die Methode passte eher zu meinem Handelsstil und Börsenverständnis.  Somit befasste ich mich intensiver und immer tiefer mit der Markttechnik. Das Ergebnis: Ein Gewinnsprung innerhalb meines Tradings, bei gleichzeitiger psychischer Ausgeglichenheit.

Das Wundermittel: Statistik

Mein Trading hatte sich zwar auf kurzfristiger Ebene verbessert, aber es nervten mich zwischendurch immer wieder kleine Drawdowns. Als ich das Buch „Die Formel des Glücks“ gelesen hatte, ging mir der Gedanke des “statistischen Vorteils” im Börsenhandel nicht mehr aus dem Kopf. Das war der Moment, an dem ich angefangen habe, mein ganzes Börsenwissen mit Hilfe der Statistik zu untermauern. Einige Lehrbuch-Thesen der Börse konnte ich verifizieren, und andere habe ich verworfen, weil sie einfach falsch waren.

Mein Trading-Stil ist eine Mischung aus Markttechnik und Statistik. Bevor ich ein Tradingsystem real umsetze, wird es vollständig mathematisch analysiert. Ich versuche sogar andersherum zu denken, und meinen Börsenvorteil zu widerlegen. Und erst wenn das System unwiderlegbar und schlüssig ist, hat eine Handelsstrategie die Chance ein Teil meiner Methoden zu werden.

 

Auf wundervolle Trades, Juri Ostaschov

www.statistic-trading.de