DAX-Stimmung: Long oder Short? Was denn nun?

Bei der neuesten Umfrage der Frankfurter Börse zeigt sich wieder einmal, wie unterschiedlich die Marktteilnehmer den DAX einschätzen. Die professionellen Marktteilnehmer haben große Probleme mit ihren fundamentalen Analysen, denn sie befürchten wirtschaftliche Probleme. Auf der anderen Seite sehen wir eine unveränderte bullishe Neigung der privaten Marktteilnehmer, die unbedingt vom steigenden Aktienmarkt profitieren möchten.

Tabelle: Umfrageergebnisse der Frankfurter Börse (Prognose des DAX für die nächsten 4 Wochen)

 

Üblicherweise unterstellt man den professionellen Marktteilnehmern, dass sie besser informiert und mehr Wissen haben als die Privaten. Aktuell gehen die Profis von fallenden Kursen aus. Durch die Pandemie und die Nullzinspolitik sind die Rahmenbedingungen allerdings nicht normal. Was in der Historie zu klaren Handlungsmustern führte, kann in der nahen Zukunft ganz anders aussehen. Mit anderen Worten, es ist nicht unwahrscheinlich, dass die privaten Marktteilnehmer mit ihrer bullishen Einschätzung richtig liegen.

 

Fazit:

Im vergangenen Jahr gab es häufiger die Situation, dass die privaten Marktteilnehmer bullish gestimmt waren und die Profis von fallenden Kursen ausgingen. In den meisten Fällen lagen die Privaten richtig. Der Aufwärtstrend ist extrem und es fließt sehr viel Geld in die Finanzmärkte. Solange der Geldfluss aufrechterhalten wird, ist ein Abwärtstrend kaum vorstellbar. Kurze Verkaufswellen wird es immer wieder einmal geben, doch für einen dauerhaften Abwärtstrend reicht es nicht.

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