So geht’s weiter mit Gold

Es ist schon etwas verrückt: Die Welt versteht nur Krieg, und der sichere Hafen Gold wird gerade verkauft. Der aktuelle Verkaufsdruck lässt sich allerdings erklären: In extrem unsicheren Zeiten streben die Marktteilnehmer nach Liquidität. Daher gibt es das Paradoxon, dass alle Assets im Gleichschritt steigen oder fallen.

Das bedeutet natürlich auch, dass aufgelaufene Buchgewinne, die sich über einen längeren Zeitraum gebildet haben, irgendwann realisiert werden. Für den langfristigen Goldinvestor ist diese Situation jedoch kein Anlass zur Sorge. Fundamental werden Gold und Silber stark nachgefragt.

Gold-Analyse

Bild: Wochenchart der GOLD-ETF (GLD)

Betrachtet man den Aufwärtstrend des Gold-ETFs genauer, so lässt sich über Monate hinweg eine stetige Beschleunigung des Kurses erkennen. Wenn es aufwärtsging, dann immer mit besonderer Power. Solche Beschleunigungen streben in der Regel Rücksetzer an. Diese Rücksetzer gehen mit wenig Verkaufsdruck einher und können als kleine Gewinnmitnahmen bezeichnet werden.
Der untere Indikator enthält den MFI und den RSI. Die beiden Indikatoren zeigen den Zustand des Marktes und den Einfluss des Volumens. Bei echtem Verkaufsdruck würde der MFI unterhalb des RSI liegen. Das ist hier jedoch nicht der Fall. Es lässt lediglich auf eine kleine Korrektur schließen. Für den einen oder anderen Goldkäufer könnte der aktuelle Kurs schon wieder eine gute Einstiegschance sein. Der Kurschart enthält drei gleitende Durchschnitte (MA20, MA50 und MA100). Der Aufwärtstrend war bisher immer so stark, dass er die Berührung des MA20 nutzte, um wieder nach oben zu drehen. Wir dürfen gespannt sein, ob es wieder so geschieht.

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