China schwimmt im Gold

China importierte im ersten Halbjahr 2026 fast doppelt so viel Gold wie im Vorjahr. Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass der weltgrößte Edelmetallmarkt die niedrigeren Preise nutzt, um physisches Gold anzuhäufen.

Laut Angaben der chinesischen Zollbehörde importierte das Land zwischen Januar und Juni 864,95 Tonnen Gold, ein Anstieg von 89,1 % gegenüber den 457,39 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allein im Juni wurden 173,34 Tonnen importiert – der höchste monatliche Wert seit März 2024 und der dritte Anstieg in Folge.

Diese Zahlen sind von Bedeutung, da sie physische Goldimporte nach China widerspiegeln und nicht spekulative Positionen an den Terminmärkten. Zusammen mit den fortgesetzten Ankäufen der Zentralbanken, den steigenden Investitionen von Privatanlegern und der neuen Goldinfrastruktur in Großchina deuten sie auf einen Markt hin, der zunehmend von langfristigen Anlagen und weniger von kurzfristigem Handel geprägt ist.

Bild: Wochenchart des Gold-ETF (GLD)

Der übergeordnete Aufwärtstrend ist weiterhin intakt. In der Korrekturbewegung könnte sich ein bullishes W-Muster ausbilden.

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