Laut Bloomberg schränken mehrere chinesische Banken den Goldhandel für Privatkunden ein. Dazu gehört auch die Industrial & Commercial Bank of China. Sie ist die größte Bank des Landes gemessen an der Bilanzsumme. Ab dem 24. Juli will die Bank keine Geschäfte mehr für Privatkunden vermitteln. Bestehenden Kunden wird empfohlen, ihre Positionen bis dahin zu verkaufen oder zu schließen. Noch härter geht die China Guangfa Bank vor. Sie hat ihre Kunden aufgefordert, ihre Edelmetallpositionen zu schließen. Andernfalls droht bis Ende Juli eine Zwangsliquidation.
Interessanterweise ist der Goldhandel für Privatkunden nicht verboten. Sie können weiterhin über ihren Broker an der Shanghai Futures Exchange handeln oder Gold-Ansparpläne von Banken nutzen. Damit wird deutlich, dass China den spekulativen Goldhandel einschränken und nur den physischen Handel zulassen will. Es sieht so aus, als ob sich China auf das Ende des Dollar-Systems vorbereitet.
Bild: Wochenchart des Gold-Futures
Nach dem starken Anstieg befindet sich Gold in einer Konsolidierungsphase. In den nächsten Monaten erhält der Preis zusätzlichen Auftrieb, denn der typische saisonale Verlauf verspricht bis Februar steigende Kurse. Wir dürfen gespannt sein, ob es dieses Mal auch zu einem Bullenmarkt kommen wird.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar