DAX – Eine Gegenbewegung ist am wahrscheinlichsten

Was in den vergangenen Tagen beim DAX passierte, hat im Januar schon Seltenheitswert. Die Aktienmärkte stellen uns vor ein großes Problem. Die Prognosefähigkeit des DAX und des US-Marktes ist verblasst. Sowohl der DAX als auch der S&P500 zeigen technische Signale des überverkauften Zustandes. Infolgedessen würde eine Erholung der Kurse naheliegen. Das Störfeuer kommt aber vom chinesischen Aktienmarkt und vom Ölpreis. Beide Märkte führen zwar die großen Aktienbörsen nicht an – und doch tun sie es jetzt. Die Psychologie der Marktteilnehmer spielt deshalb verrückt.

Aus Furcht wurde Angst

Normalerweise genügt es, wenn die meisten Marktteilnehmer befürchten, dass es zu einem Marktabsturz kommen könnte. Die Folge ist, dass durch die mehrheitliche Furcht eine Umkehr passiert. Die Kurse steigen wieder. Dieser Mechanismus wurde ist jetzt abgeschaltet, weil die Furcht durch Angst verdrängt wurde. Eine klare Steigerung der negativen Gefühle. Mit dieser Ausgangssituation verharrt der Markt im „Überverkauften“.

Nur Stopps können Sie vor der Panik retten

In diesem Marktzustand ist es besonders wichtig, mit Stopp-Kursen zu arbeiten. Natürlich tut es manchmal weh, wenn die eigene Position mit Verlust aus dem Markt genommen wird. Doch denken Sie darüber nach, ob der Zustand des Marktes sich noch verschlimmern kann? Ja, das ist möglich. Wenn Angst nämlich durch Panik ersetzt wird, dann gibt es keinen Indikator mehr, die Ihnen eine Prognose anbieten können. Panik ist die Ursache dafür, wenn Börsen zusammenbrechen.

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Bild: DAX im Wochen-Chart mit Volumen-Preis-Signalen

Der Chart zeigt eine Verknüpfung der typischen Candlestick-Analyse mit dem Handelsvolumen. Unter- und oberhalb der Candlesticks befinden sich Symbole mit Zahlen. Jedes Symbol ist ein Richtungsimpuls mit einer Trefferquote zwischen 53 und 60%. Die Zahl innerhalb des Symbols zeigt die Dauer des Impulses an. Der Chart zeigt auf einzigartige Weise, wie stark Impulse der Bullen und Bären waren. Dadurch sind Rückschlüsse auf zukünftiges Verhalten möglich.

Weitere Volumen-Preis-Charts finden Sie unter:

http://www.trading-ideen.de/wordpress/kurse-und-infos/volumen-preis-signale/

 

So geht es beim DAX weiter:

Eingangs habe ich versucht, Ihnen meine Einschätzung des psychologischen Marktzustandes zu geben. Es sollte deutlich machen, dass bei einer Panik kein Chart eine Hilfestellung bieten kann. Ich gehe aber davon aus, dass Panik noch nicht die Aktienmärkte regiert.

Der DAX besitzt zwischen 9300 und 9800 Punkten eine mächtige Unterstützungszone. Sie bildete sich über einen langen Zeitraum von ungefähr ein Jahr (2014). Es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine rasche Abwärtsbewegung von zwei Wochen die starke Unterstützungszone durchbrechen kann. Der Markt kann sie testen – vielleicht auch mehrmals, doch durchdringen könnte er sie erst, wenn ein echter Abwärtstrend vorhanden wäre. Das ist zurzeit nicht der Fall.

Bei volatilen Kursbewegungen ist es üblich, dass sich der DAX an der Unterstützung die Zähne ausbeißt. Eine heftige Gegenbewegung ist am wahrscheinlichsten. Sollte es die Gegenbewegung nicht geben, und der DAX in der Nähe der Unterstützungszone verharren, dann könnte es wirklich brenzlig werden.

Der Spuk ist vorbei, wenn der DAX wieder 10500 Punkte überwinden kann.

 

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